Gut vorbereitet: Prepper Liste für Normalverbraucher

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Prepper Liste Für Normalverbraucher

Prepping und Survival: Für manche ist die Vorbereitung auf den Katastrophenfall ein Hobby, andere füllen aus wahrer Sorge um die Zukunft ihre Keller mit Notvorräten. Die meisten Menschen jedoch kaufen höchstens für eine Woche im Voraus ein.

Kein Wunder also, dass in den letzten Tagen und Wochen bei vielen Hektik ausbrach: Die Coronakrise sorgt allgemein für Unsicherheit. Zusätzlich müssen wir uns nun mit dem Gedanken befassen, für eine eventuell notwendige 2-wöchige Quarantäne vorzusorgen. Aber was braucht man eigentlich wirklich – und was ist unnötiges Hamstern?

Notvorrat anlegen – aber richtig!

Natürlich kommt es im Einzelnen auf den persönlichen Lebensstil an, was genau in den Notvorrat gehört. Aber einige Punkte lassen sich doch allgemeingültig festhalten. Grob kann man die Checkliste einteilen in vier Bereiche:

  1. Getränke & Lebensmittel
  2. Hygieneartikel
  3. Hausapotheke
  4. Werkzeug & Geräte

Ein paar Beispiele, was bei diesen Punkten jeweils zu berücksichtigen ist, helfen beim Einkaufen.

Getränke & Lebensmittel

  • Wasser (2 Liter pro Person & Tag)
  • Getreide (Reis, Nudeln)
  • Gemüse & Hülsenfrüchte
  • Obst & Nüsse
  • Leckereien

Ganz wichtig sind ausreichend Getränke, und zwar vor allem Wasser. Viele Prepper Listen raten dazu, auf die übliche Tagesration von 1,5 Litern pro Person noch einmal etwas draufzuschlagen, um im Notfall mit abgefülltem Wasser Speisen zubereiten zu können. Daher sind 2 Liter Wasser pro Tag und Person ein guter Anhaltspunkt.

Lebensmittel sollten möglichst nahrhaft und haltbar sein. Ideal sind z.B. Vollkornreis und Linsen – beides ist lange haltbar und bietet in Kombination zubereitet alle wichtigen Nährstoffe. Schnell verderbliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch können in Dosen und Gläsern eingelagert werden, ein paar frische Exemplare dürfen jedoch auch nicht fehlen – diese einfach als erstes verzehren. Auch Tiefkühlkost ist eine gute Option, um vitaminreiche Nahrung auf längere Zeit vorrätig zu halten. Im unwahrscheinlichen Fall eines Stromausfalls müssten diese dann natürlich ebenfalls schnell auf den Tisch kommen!

Der Fokus liegt hier auf gesunden Lebensmitteln. Dabei sollte man aber auf keinen Fall vergessen, auch ein paar leckere Lieblingsspeisen wie Schokolade, Kaffee oder Kekse in den Einkaufswagen zu legen! Schließlich möchte man sich selbst auch etwas Gutes tun.

Tipp: Sollten die Vorräte zu viel Raum in der Wohnung beanspruchen, kann ein Lager kurzfristig Platz schaffen. Einfach aktuell nicht gebrauchte Gegenstände wie Saisonkleidung, Bücher oder Sportgeräte in einem Self Storage unterbringen!

Hygieneartikel

Es kann nicht schaden, grundsätzlich von den bevorzugten Kosmetikprodukten (Shampoo, Creme, Deo …) immer eines in Reserve zu haben. Absolut unverzichtbar sind die folgenden Dinge:

  • Seife
  • Waschmittel
  • Zahnbürste, Zahnpasta
  • Toilettenpapier (8 Rollen für 2–3 Wochen)
  • Müllbeutel
  • Allzweckreiniger
  • Bei Bedarf Tampons / Binden / Periodentasse
  • Bei Bedarf Windeln und weitere Babypflegeprodukte

Eventuell können zusätzlich Haushaltshandschuhe und ein Desinfektionsmittel für Oberflächen hinzukommen.

Hausapotheke

Medikamente, die regelmäßig einzunehmen sind, dürfen im Notvorrat selbstverständlich nicht fehlen. Wer in der glücklichen Lage ist, keine zu benötigen, sollte für alle Fälle dennoch eine kleine Hausapotheke anlegen. Zur Grundausstattung gehören:

  • DIN-Verbandskasten
  • Schmerzmittel (eventuelle Unverträglichkeiten beachten!)
  • Haut- und Wunddesinfektionsmittel
  • Fieberthermometer
  • Insektenstich- und Sonnenbrandsalbe
  • Splitterpinzette

Werkzeuge & Geräte

Mit ein paar einfachen Gegenständen ist man gewappnet gegen Stromausfall oder Feuer. Dazu gehören z.B.:

  • Taschenlampe
  • Kerze
  • Feuerzeug, Streichhölzer
  • Batterien
  • Eimer
  • Feuerlöscher

Tipp: Lagern Sie insbesondere Dinge wie Taschenlampen, Kerzen und Feuerzeug so, dass Sie sie schnell finden! Denn langes Suchen ist im Dunkeln ungünstig. So können Sie sofort reagieren, sollte bei Ihnen einmal kurz das Licht ausfallen.

Neben diesen Dingen, die auf keiner Prepper Liste fehlen dürfen, raten Survival-Profis auch zu einer Campingausrüstung: Zelt, Thermoschlafsack, Campingkocher und Gaskartuschen sowie Wasserfilter zur Gewinnung von Trinkwasser. Das mag vielen vielleicht etwas übertrieben erscheinen. Doch es hat auch Vorteile: Schließlich kann so eine Campingausstattung auch im nächsten Urlaub zum Einsatz kommen! Wer in der Zwischenzeit nicht weiß, wohin damit, kann bis auf die Gaskartuschen alles ebenfalls einfach einlagern.

Optimale Vorsorge: Der dynamische Notvorrat

Um nicht alles auf einmal einkaufen zu müssen, empfiehlt sich eine dynamische Vorratshaltung. Das bedeutet: Die eigenen Reserven nach und nach aufbrauchen, dabei jedoch regelmäßig wieder auffüllen. So vermeidet man einerseits Verschwendung, da gerade Lebensmittel bei zu langer Lagerung schlecht werden, andererseits ist stets alles im Haus.

Prepper Liste zum Download: Hier finden Sie eine vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereitgestellte Checkliste, die Sie herunterladen und ausdrucken können.