Wohnungssuche in Studentenstädten

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Wohnungssuche in Studentenstädten

WG oder alleine wohnen? – Wohnungssuche in Studentenstädten

Das Abitur ist geschafft, das Studienfach gewählt und der Uni-Platz gesichert. Fehlt nur noch die Unterkunft. In gerade einmal 24% der Fälle kommen Studenten in den Genuss, während des Studiums weiter im Elternhaus wohnen zu können. Gut, einige fänden das auch sicher nicht so cool, schließlich ist man ja jetzt erwachsen und beginnt sein eigenes Leben. Ganz davon abgesehen liegt der Studienplatz aber auch meist in einer größeren Stadt – nicht selten weit vom Elternhaus entfernt und häufig auch viel zu weit zum Pendeln. Es muss also eine Unterkunft her.

Wo kann der neue Student also unterkommen, welche Möglichkeiten gibt es? Die drei bekanntesten Wohnlösungen heißen

  • WG-Zimmer
  • Wohnheim
  • Studentenwohnung

Auf diese drei Möglichkeiten bewarben sich in Deutschland im vergangenen Jahr fast 2,9 Millionen Studenten. Bereits eine halbe Million davon entfallen auf die fünf größten Studentenstädte Berlin (187.000), München (108.000), Köln (102.000), Hamburg (90.000) und Frankfurt/Main (72.000). Betrachtet man die Anzahl der Studierenden in Verbindung mit der bekannten Problematik des Wohnungsmangels, lässt sich bereits erahnen, wie begehrt und schwer zu bekommen studententaugliche Wohnlösungen inzwischen geworden sind – und das ganz unabhängig davon, welche der drei Varianten favorisiert wird.

WG-Zimmer und Wohnungen kaum noch bezahlbar für Studenten

Die erste flinke Idee vieler Studenten ist die eigene Wohnung. Viel Platz ganz für sich allein, sein eigener Herr sein, keine Kompromisse eingehen müssen, auf niemanden Rücksicht nehmen müssen, nicht zum putzen aufgefordert werden… alles verlockende Gedanken – wäre da nicht die Miete und die weiteren finanziellen Verpflichtungen, die sich hieraus ergeben. Weniger als 20% der Studierenden werden mit BAföG gefördert, andere finanzieren ihr Studium mit Minijobs oder auch als Werkstudent. Wer Glück oder besondere Begabungen hat, kommt möglicherweise in den Genuss eines Stipendiums.

Doch egal wie man es dreht und wendet, fehlende Wohnungen treiben den Preis immer nach oben. Und so gesellt sich zur allgemeinen Wohnungsknappheit das Problem der hohen Preise für meist wenig Raum. Bei durchschnittlich 14,20 €/m2 in Berlin bzw. 26,70 €/m2 in München für Wohnungen bis 40 m2 können sich selbst Angestellte ihre Wohnung teilweise kaum leisten. Ein Student mit durchschnittlich 450 – 500 € im Monat kann die Miete dann häufig erst recht nicht aufbringen.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich leider auch bei der Suche nach einem WG-Zimmer. Ähnlich wie bei den Wohnungen verhält es sich auch mit den WG-Zimmern. Auch hier bildet die Top 5 der Studentenstädte gleichzeitig die Top 5 der teuersten Städte. So kostet ein Studentenzimmer in München durchschnittlich 557 €. Zwar ganze 101 € günstiger – aber in den meisten Fällen immer noch unbezahlbar – wird es auf Platz 2 in Frankfurt am Main mit 456 €. Hat eine WG mal ein Zimmer frei, können (unabhängig von der Zimmergröße) hunderte Bewerbungen eingehen, sodass es für jeden, der nicht schnell handelt, schon zu spät sein könnte. Freunde und Bekannte die Augen und Ohren offen halten zu lassen, ist hier kein Fehler und führt des Öfteren zum Erfolg.

Wer die Möglichkeit hat, mit mehreren Freunden an derselben Universität sein Studium zu beginnen, sollte möglicherweise versuchen, eine größere Wohnung für die Gründung einer WG zu finden. Große Wohnungen sind zwar auf den ersten Blick teuer, verteilt man die Warmmiete allerdings auf mehrere Personen, relativiert sich dies häufig und es bleibt doch noch für jeden etwas zum Leben übrig. Berlin, München und Frankfurt sind hier natürlich Extrembeispiele. Deshalb sei hierzu gesagt, dass es selbstverständlich auch zahlreiche andere Studentenstädte gibt, die in weniger teuren Gebieten des Landes gelegen sind. Diese sind dann zum einen nicht so stark überlaufen und bieten in einigen Fällen sogar eine höhere Lebensqualität. Zudem ist es selten so, dass bestimmte Studienfächer nur an einer Universität des Landes angeboten werden.

Wohnheime oft lange im Voraus ausgebucht

Die dritte Möglichkeit, bekanntermaßen meist auch die günstigste Variante, ist das möblierte Zimmer im Studentenwohnheim. Da dieses mit einer durchschnittlichen Bruttowarmmiete von 246,13 € nicht nur unschlagbar günstig, sondern meist auch nahe an der Universität gelegen ist, ist das Studentenwohnheim sehr gefragt. Bundesweit bieten die Studentenwerke jedoch nur rund 194.000 Wohnplätze an, somit verwundert es nicht, dass die Wohnheime Wartelisten führen, die sich über mehrere Semester hinziehen können.

Freilich ist es nicht jedermanns Sache, mit sechs bis sieben Mitbewohnern eine Küche sowie Bad und Toilette zu teilen, doch der preisgünstige Internetanschluss, die Waschautomaten für kleines Geld sowie zusätzliche Benefits (Fahrradabstellmöglichkeiten, Gemeinschaftsräume mit Tischtennisplatten und vieles mehr) zur Bezahlbarkeit und guten Lage, machen das Studentenwohnheim attraktiv. Jeder 10. Student entscheidet sich deshalb dafür. Darüber hinaus bieten manche Studentenwerke auch Appartements für Paare (eigenes Bad und eigene Küchenzeile) sowie Familienwohnungen (für Studierende mit Kind) an.

WG- und Wohnheim-Zimmer meist zu klein für eigene Möbel

Alle drei Wohnlösungen haben ihre Vor- und Nachteile. Da die Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt aber häufig nicht erschwinglich sind, greift der Großteil der Studierenden zurecht lieber auf WG- oder Wohnheim-Zimmer zurück. Da diese oft schon teil- oder vollständig möbliert sind und da die Zimmer oft nur wenig Platz umfassen, bedeutet das jedoch auch, dass die eigenen Möbel dann bis zum Ende des Studiums, wenn sich die meisten dann ohnehin eine eigene Wohnung suchen, bei den Eltern stehen bleiben müssen – oder anderswo, wenn auch diese Option nicht in Frage kommt.

In diesem Fall kann die Auslagerung der temporär nicht benötigten Möbel eine gute Option sein. Demontiert nehmen diese für gewöhnlich wenig Platz in Anspruch und eignen sich daher prima, um einen Lagerraum zu mieten und diese dort vorübergehend unterzubringen. Mylager bietet Self Storage Lösungen zu fairen Preisen an über 40 Standorten in Deutschland an – selbstverständlich auch in Berlin, München, Köln und Frankfurt.

Die Suche nach der Unterkunft nicht auf die lange Bank schieben

Um zum Semester- oder Studienbeginn nicht ohne Wohnung dazustehen, ist es ratsam, möglichst früh mit der Suche zu beginnen, da der Andrang direkt zum Semesterbeginn stets am höchsten ist. Am besten sucht man grundsätzlich erst einmal nach allen Wohnmöglichkeiten und streut seine Bewerbungen für diese möglichst breit. Für eine davon entscheiden kann man sich im Falle mehrerer Zusagen dann immer noch.

Das Deutsche Studentenwerk regt darüber hinaus dazu an, sich neben dem freien Wohnungsmarkt, dem Wohnheim und den WGs hinaus auch nach Sozialwohnungen umzusehen. Da es hierfür eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) bedarf, muss hier allerdings etwas Zeit für die Bearbeitung seitens des Amts mit eingeplant werden. Oft lohnt es sich auch, Freunde und Verwandte mit in die Suche einzubeziehen, denn gelegentlich kommt so eine Verbindung zustande, über die man gute und bezahlbare Räumlichkeiten findet.

Die Suche sollte unbedingt auch über das Internet hinaus auf die lokale Tageszeitung ausgeweitet werden, häufig finden sich auch hier noch passable Angebote. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, einen Immobilienmakler zu konsultieren – vorherige Recherchen hinsichtlich der dafür anfallenden Kosten sind jedoch dringend anzuraten. Doch egal welchen Weg man einschlägt, die Suche nach der Unterkunft sollte niemals auf die lange Bank geschoben werden.