Minimalismus und Tiny Houses: Weniger ist mehr…

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Tiny House

Ein Wort, das heutzutage jedem schon in der einen oder anderen Weise begegnet ist oder zu schaffen gemacht hat: Platzmangel. In Zeiten des Platzmangels in Bezug auf unseren Lebensraum gilt es, seinen Besitz überschaubar und wohlsortiert zu halten. Während sich die einen aus gewissen Lebensumständen (Umzug in eine kleinere Wohnung oder WG) heraus räumlich verkleinern müssen, entscheiden sich andere ganz bewusst dafür, ihren Besitz radikal zu reduzieren und mit weniger zu leben. Es geht darum, Reize in der Wohnung zu reduzieren und bedrückendes Chaos nachhaltig zu beseitigen, um die eigenen vier Wände zu einer Oase der Entspannung zu machen. Aus dieser Idee haben sich schon vor geraumer Zeit Trends entwickelt, die den Lebensstil mit wenig Besitz nicht nur erfordern, sondern diesen regelrecht attraktiv machen, etwa der Tiny House Trend („Downsizing“) oder der minimalistische Stil für die Einrichtung.

Mehr als nur minimal: Tiny Houses

Tiny Houses, zu Deutsch „Kleinsthäuser“, beschränken sich in ihrer ursprünglichen Form meist auf eine Wohnfläche von gerade einmal 15 Quadratmetern inklusive Schlafloft, Küchenzeile und Bad und enthalten wirklich nur das Allernötigste. Stauraum ist dementsprechend ebenfalls ein knappes Gut im Tiny House. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass sie auf PKW-Anhänger aufgebaut werden und somit – ähnlich wie Wohnwagen – mobil sind. Für Ein-Personen-Haushalte ist das machbar.

Sobald mehr als eine Person involviert ist, sind die etwas größeren Mini-Häuser mit oft mehreren Stockwerken ein Kompromiss. 40 – 80 m2 sind hier gängig, für Kleinfamilien sind bis zu 100 m2 machbar. Bis zu einer gewissen Größe sind Tiny Houses außerdem ein günstiger Weg, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Die platzsparende Alternative benötigt keine großen Grundstücke zur Platzierung.

Minimalismus in Haus und Wohnung

Wer sich nicht ganz so radikal räumlich verkleinern aber trotzdem sein Interieur reduzieren möchte, findet möglicherweise im Minimalismus seinen Stil. Er entstand bereits vor geraumer Zeit und hielt ca. in den 70er-Jahren Einzug in die Wohnwelt. Man konzentriert sich bei diesem Stil darauf, den Lebensraum schlicht und schlank eingerichtet zu halten. Dazu gibt es eine klare Designvorgabe: klare Formen, funktionales Design, Schwarz, Weiß und Grau als Farbwelt. Auf Dekoration wird bewusst verzichtet. Der Minimalismus-Stil bietet also gerade genug, um sich häuslich zu fühlen, aber mehr auch nicht.

Das heißt jedoch keineswegs, dass minimalistische Einrichtung ungemütlich anmutet oder das „Zu-Hause“-Gefühl weniger vermittelt. Die fehlende Dekoration, die schlichten Farben und Formen, das schafft einfach nur eines: Ruhe. Und gerade an dieser mangelt es uns heutzutage oft, zumal der Trend in sonst fast allen Lebenslagen doch eher in Richtung immer mehr, immer besser, immer höher, immer weiter, immer schneller geht. Viel Besitz kostet viel Energie. Der aufgeräumte und übersichtliche Lebensstil erspart neben der Energie übrigens auch Arbeit und erleichtert auch Umzüge ganz enorm, weil es auf diese Art nicht so viel zu packen gibt. Somit ist er auch für Menschen geeignet, die öfter umziehen (zum Beispiel Studenten).

Jetzt ausmisten – aber wie? Unsere Tipps für Sie

Aufräumen und Ausmisten ist in allen Lebenslagen ein regelmäßiges Muss, auch dann, wenn kein Umzug ins Haus steht oder man nicht gerade seinen Einrichtungsstil umkrempeln möchte. Vielen Menschen macht das Aufräumen und die Trennung von unbenötigten Gegenständen jedoch keine Freude; sie schieben es lieber auf die lange Bank, was dazu führt, dass der Besitz sich zu häufen und der Stauraum zu schrumpfen beginnt. Um dem vorzubeugen, haben wir für Sie einige Tipps zum Aufräumen und Ausmisten zusammengefasst, die gut umsetzbar sind und den inneren Schweinehund gar nicht so viel Überwindung kosten.

Tipp Nr. 1: Nehmen Sie sich Zeit zum Aufräumen und Ausmisten!

Wenn Sie es richtig gut und nachhaltig machen möchten, nehmen Sie sich ordentlich Zeit und legen Sie die Aktion am besten auf einen Tag, an dem Sie keine anderen Pläne haben – Sonntag zum Beispiel. Wichtig ist, dass Sie nicht unter Zeitdruck aufräumen oder ausmisten müssen. Hau-Ruck-Aktionen sind selten von Erfolg gekrönt.

Tipp Nr. 2: Gute Musik verleiht Schwung.

Ungeliebte Arbeiten ohne Musik verrichten? Das ist für viele wie Schwimmen ohne Wasser. Werfen Sie beschwingte, motivierende Gute-Laune-Musik oder auch einfach nur Ihre Lieblingsmusik an und schon geht die Sache leichter von der Hand. Sie werden außerdem sehen, dass Sie kaum merken, wie die Zeit vergeht und am Ende des Tages staunen, wie viel Sie in dieser Zeit erreicht haben – vorausgesetzt, Sie haben die Zeit nicht mit Tanzen verbracht.

Tipp Nr. 3: Zusammenarbeit kann den Vorgang beschleunigen

Sie können alleine oder im Team das Projekt Entrümpelung angehen. Das hängt jedoch sehr stark davon ab, welcher Typ Mensch Sie sind. Wenn Sie zur kooperativen Sorte gehören, kann gemeinsames Aufräumen, z.B. als Paar, den Vorgang beschleunigen. So verbringt man trotzdem den Tag zusammen und ist dabei noch aktiv. Gemeinsame Projekte mit Erfolgserlebnis stärken zudem den Zusammenhalt. Gehören Sie zur Spezies der Eigenbrötler und können es absolut nicht leiden, wenn man Ihre Sachen anrührt, sollten Sie sich vielleicht lieber allein an die Arbeit machen.

Tipp Nr. 4: Sie können sich einfach nicht trennen? Aufräumcoaches können helfen

Was erstmal seltsam klingt, gibt es tatsächlich. Viele Menschen neigen zum Sammeln und können sich nur schwer trennen – selbst von den Dingen, die selten bis nie zum Einsatz kommen. Wenn Sie es allein einfach nicht schaffen, Ihr heimisches Chaos zu bezwingen, kann ein sogenannter Aufräumcoach Ihnen helfen, dies zu bewältigen und darüber hinaus Raumkonzepte und Ordnungssysteme mit Ihnen entwickeln.

Tipp Nr. 5: Auf die Technik kommt es an

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dem Chaos an den Kragen zu gehen. Wenn Sie die richtige für sich herausgefunden haben, wird Ihnen die Arbeit fast schon erschreckend einfach von der Hand gehen – abgesehen von den Entscheidungen, die Sie zu jedem einzelnen Stück treffen müssen. Aber mit der passenden Musik und dem richtigen Partner lassen Sie sich davon auch nicht mehr unterkriegen. Das sind Ihre möglichen Vorgehensweisen:

Die Ein-Korb-Methode
Die Ein-Korb-Methode steht eigentlich dafür, jeden Tag stetig einen Korb mit Dingen vollzumachen, die Sie nicht mehr benötigen, und diese dann zu entsorgen. Auf diesem Weg dauert es logischerweise bedeutend länger, Ihren Besitz zu reduzieren. Wenn Sie allerdings schon einen Tag dafür eingeplant haben, machen Sie ganz einfach mehrere Kisten mit den Dingen voll, die für Sie keinen Wert mehr haben. Der Effekt ist derselbe, nur schneller.

Magic Cleaning / Die KonMari-Methode
Hierbei handelt es sich um die Aufräum-Methodik des japanischen Aufräum-Gurus Marie Kondo. Diese beruht auf der These, dass zwei Drittel der Gegenstände in Ihrem Haushalt praktisch überflüssig sind. Sie behalten dabei nur, was Ihnen „Freude“ macht. Dabei geht es nicht so sehr darum, mit dem Kopf zu entscheiden, was weg müsste. Bei dieser Methodik fassen Sie die Gegenstände an und hören darauf, wie Ihr Körper darauf reagiert (zieht es Sie runter oder schlägt ihr Herz womöglich schneller, weil Sie diesen Gegenstand innig lieben?) Für Fotos und Erinnerungen dürfen Sie sich eine Ablage hernehmen, um sich dort eine Art Altar zu errichten. Von den nicht mehr benötigten Gegenständen lösen Sie sich, indem Sie sich bei diesen bedanken. Was erstmal komisch klingt, hat enorme Wirkung und legt Energien frei, mit denen Sie niemals gerechnet hätten.

Die Drei-Kisten-Methode
Das Prinzip ist denkbar einfach, alles was Sie benötigen sind drei Kisten. Kiste 1 steht für alles, was Sie definitiv behalten möchten. In Kiste 2 packen Sie Dinge, die Sie selbst nicht mehr benötigen, die für andere aber vielleicht noch einen Wert haben. Kiste 3 wird mit allem beladen, was in den Müll kann.

Das „Neu-gegen-Alt“-Prinzip
Ein Prinzip, dass sich zum Aufräumen und Ausmisten selbst zwar nicht eignet, aber nach der Aktion eine nützliche Hilfe darstellt. Es besagt, dass Sie für jedes neue Teil, das Sie kaufen, ein altes auswählen und sich anschließend davon trennen. So wird verhindert, dass Ihr Besitz sich wieder anhäuft. Außerdem verhindert es aktiv unnötige Käufe, da Sie schon vor dem Gang zur Kasse festlegen müssen, wovon Sie sich trennen werden.

Tipp Nr. 6: Nicht alles Aussortierte muss in den Müll

Glückwunsch! Sie haben es geschafft, Ihren Besitz durchzugehen und zu entscheiden, was weiterhin gebraucht wird und was weg kann. Sicherlich ist nun ein ganzer Berg an Ballast in Form von unbenötigten Dingen entstanden, dessen es sich nun zu entledigen gilt. Nicht alles, was Sie nicht mehr benötigen, muss jedoch gleich weggeworfen werden. Was noch in gutem Zustand ist und was zum Beispiel in Ihrem Freundes-/Bekanntenkreis gerade akut benötigt wird, können Sie an diese verschenken. Alternativ können Sie einiges sicher auch über eBay und co. oder auf Flohmärkten oder in Sozialkaufhäusern verkaufen. So machen Sie ein Minus an Krempel und ein Plus in Ihrem Geldbeutel – und schon hat sich das ganze gelohnt! Oder Sie spenden die Sachen. Loswerden können Sie die aussortierten Stücke auf viele Arten.

Auch die Auslagerung von Gegenständen kann eine Lösung sein

Vielleicht sind unter den aussortierten Dingen aber auch noch Möbel, Elektrogeräte, Erbstücke oder Kinderklamotten, die noch in gutem Zustand sind und in nicht allzu ferner Zukunft wieder benötigt werden. Oder Gegenstände, die man einfach nicht so schnell los wird, weil sich erst noch ein Käufer dafür finden muss (etwa Sammlerstücke, Fanartikel, etc.). Zur Lösung des Problems können Sie z. B. einen Lagerraum mieten und diese Gegenstände an einem externen Stellplatz unterbringen. Mylager bietet Ihnen an über 40 Standorten in Deutschland gut gesicherte Self Storages mit flexiblen Laufzeiten zu günstigen Mietpreisen. Mit der Auslagerung von sperrigen oder temporär unbenötigten Gegenständen gewinnen Sie umgehend den Platz in Ihren vier Wänden zurück und kommen bei Bedarf jederzeit an Ihr Lagergut.