Der große Frühjahrsputz – richtig sauber machen, richtig entrümpeln

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Winter vorbei, Frühjahrsputz kann beginnen

Für viele Deutsche ist das große Putzen im Frühjahr zu einer richtigen Tradition geworden. Verwundern tut es kaum – zum einen kommt man während des Jahres kaum dazu, jede Ecke in der Wohnung staubfrei zu halten, zum anderen ist das Gefühl, seine Wohnung auf Vordermann gebracht zu haben jedes Jahr aufs Neue beflügelnd. Außerdem bleiben viele Sachen im Alltag liegen und das Großreinemachen wird auch dazu genutzt, Platz zu schaffen und sich von unnötigem Ballast zu befreien.
Damit die große Putzaktion reibungslos verläuft, haben wir hier einige Expertentipps für Sie zusammengestellt.

1. Schlachtplan ausarbeiten

Bevor Sie sich ans Eingemachte machen, seien Sie realistisch. Wie viel Zeit haben Sie für das Saubermachen? Möchten Sie einen halben Tag Ihrer Zeit opfern oder einen ganzen Tag? Das ganze Wochenende oder vielleicht auch zwei? Nehmen Sie sich nur Dinge vor, die Sie zeitlich auch bewerkstelligen können. Am besten erstellen Sie eine Liste und sortieren die Punkte nach Priorität, aber Achtung: Dem Bad und der Küche sollten Sie als letztes den Kampf ansagen, da Sie hier immer wieder Lappen auswaschen und Eimer mit Putzwasser leeren werden – es wäre ärgerlich, wenn das frisch geputzte Bad oder die Küche wieder schmutzig werden.

2. Vor dem Putzen entrümpeln

Richtig zu entrümpeln ist immer eine Sache für sich, an vielen Dingen hängt man und kann sich von Ihnen nicht trennen, obwohl man keine Verwendung für sie hat. Hätte man genug Platz in der Wohnung, wäre das vielleicht kein Problem. Meist verstopfen diese ungebrauchten Lieblinge jedoch oft Schränke oder schlimmer noch sie liegen im Weg herum. Wir haben die ultimative Lösung für dieses Problem gefunden: die vier-Kisten-Regel. Dafür brauchen Sie vier Kisten, Kartons oder größere Tüten. Alle Dinge, die keinen richtigen Platz in Ihrer Wohnung und die auch keine sinnvolle Verwendung haben, kommen nun in diese Kisten, welche Sie sortieren nach:

  • Müll (wird anschließend direkt entsorgt)
  • Verschenken/Verkaufen (diese dann aber auch wirklich verschenken oder auf dem Flohmarkt sowie online verkaufen)
  • Reparaturbedürftig (Dinge, die repariert und weiterhin gebraucht werden können; setzten Sie sich am besten eine Deadline und entsorgen Sie die Sachen, wenn Sie die Deadline überschreiten)
  • Ungebrauchte Lieblinge (Dinge, von denen Sie sich (noch) nicht trennen wollen, versuchen Sie diese in Ihre Wohnung zu integrieren, vielleicht als neue Deko? Klappt das nicht gleich, setzten Sie sich auch hier eine Deadline (maximal 1 Jahr), ist diese erreicht und die Dinge liegen immer noch (unvermisst) in der Kiste, dann wird es Zeit, sich zu trennen)

Gehen Sie ähnlich mit Ihrem Kleiderschrank vor. Auch dieser kann im Zuge des Frühjahrsputzes ausgemistet und die Regale und Wände saubergemacht werden. Achten Sie auch auf mögliche Motteneier und beugen Sie mit einem Säckchen Lavendel oder Zedernholz vor.

Natürlich gibt es einige Lieblingsdinge wie Erbstücke, von denen Sie sich definitiv nicht trennen wollen, aber Ihre Wohnung auch keinen Platz dafür bietet. Manchmal ist auch der Kleiderschrank einfach zu klein, obwohl Sie fast alle Klamotten tragen. Auch dafür gibt es eine einfache Lösung: Self Storage. Hier können Sie eine Lagerbox oder auch eine Lagerfläche zeitweise anmieten, bis Sie endlich Ihre größere Wohnung oder einen größeren Kleiderschrank haben. Bei der Garderobe empfiehlt es sich, nach Jahreszeiten zu sortieren – so können Sie im Sommer Ihre Winterkleidung und im Winter Ihre Sommerkleidung einlagern, ohne Zuhause ein Kleidungsstück zu vermissen. Bei der Selbsteinlagerung brauchen Sie sich auch keine Sorgen um die Sicherheit zumachen. Ihre Lagerbox ist mit einem Schloss gesichert, alle Lagerflächen sind zudem sauber und trocken – Schimmel ist bei uns kein Thema.
Ist die Wohnung soweit entrümpelt, können Sie aufatmen und mit dem Frühjahrsputz beginnen.

3. Putzutensilien vorbereiten

Am besten bereiten Sie alle Schwämme, Lappen, Handtücher, Handschuhe und Reiniger am Vortag vor – falls Sie merken, dass Ihr Kalkreiniger sich dem Ende neigt, können Sie diesen noch rechtzeitig besorgen. Beachten Sie auch, dass es nicht immer harte Chemiekeulen sein müssen. Meist reicht bereits ein umweltfreundlicher Reiniger, der auch die Oberflächen und – sollte es zu Hautkontakt kommen – Ihre Haut schonend behandelt. Alternativ können Sie sich Ihre Reiniger umweltfreundlich und kostengünstig selbst zusammenmischen:

  • Kalkreiniger: ½ L Wasser, 1 EL Zitronensäure, 1 EL Spülmittel
  • Fettreiniger: ½ L Wasser, 2 EL Soda
  • Allzweckreiniger: ½ L Wasser, 1 Esslöffel Natron

Vergessen Sie nicht, die Flaschen zu beschriften.

4. Das große Putzen kann losgehen

Ziehen Sie sich für Ihre Putzaktion bequeme und dennoch enger anliegende Kleidung an – bekanntlich passieren die meisten Unfälle im Haushalt und so reduzieren Sie die Gefahr, irgendwo hängen zu bleiben.

Grundsätzlich gilt: Beginnen Sie von oben nach unten und von hinten nach vorne zu putzen, damit Sie bereits saubere Flächen nicht beschmutzen. Beim Putzen gibt es zwei unterschiedliche Wege: Entweder man nimmt sich ein Zimmer nach dem anderen vor oder man erledigt eine Aufgabe wie etwa Fenster putzen in allen Zimmern, bevor man die nächste Aufgabe anpackt.

Frau beim Putzen

Mit der richtigen Methode kommen auch Sie schneller an Ihr Putzziel.

Apropos Fenster putzen – die meisten beginnen tatsächlich damit. An dieser Stelle wollen wir Ihnen nicht vorschreiben, wie Sie Ihre Fenster zu putzen haben. Zum einen gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, zum anderen wissen Sie selbst am besten, wie Sie Ihre Fenster putzen möchten. Im gleichen Zuge können Sie auch Ihre Gardinen ausklopfen – sie müssen entgegen vielen Ratgebern nicht jedes Jahr gewaschen werden.

Haben Sie das erledigt, können Sie Schränke und Regale ausräumen und außen sowie innen Staub wischen. Auch hier können Sie das Thema Entrümpeln wieder aufgreifen. Brauchen Sie wirklich alle Bücher oder Decken, die im Schrank verstauben? Nutzen Sie diese Dinge teilweise nicht mehr, hängen jedoch an diesen, können Sie sie wiederrum in die Kiste „Ungebrauchte Lieblinge“ packen (siehe Punkt 2) und in Ihrer Lagerbox ebenfalls zwischenlagern.

Anschließend können Sie sich weitere Flächen wie Tische, technische Geräte und Deko zum Staubwischen vornehmen. Ihre Pflanzen freuen sich übrigens über eine kleine Dusche und werden direkt mitentstaubt.

Wenn Sie Kapazitäten haben, können Sie Ihre Polstermöbel und Teppiche mit speziellen Sprays saubermachen. Anschließend ist das Saugen und Bodenwischen dran. Sind Sie damit durch, bleiben nur noch Küche und Bad.

Auch hier zwei Insidertipps:

  1. Der Wasserkocher lässt sich ganz einfach mit Zitronensäure entkalken. Je nach Grad der Verschmutzung einige Löffel der flüssigen Zitronensäure oder des Pulvers (beides erhalten Sie in der Drogerie) zusammen mit Wasser vermischen, in den Wasserkocher geben und einwirken lassen. Dabei sollten alle Kalkablagerungen mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Prüfen Sie zwischendurch, ob sich die Ablagerungen gelöst haben, indem Sie den Wasserkocher etwas zur Seite kippen. Bei leichteren Verschmutzungen reichen bereits einige Minuten. Spülen Sie den Wasserkocher anschließend gründlich durch. Bitte kochen Sie NICHT die Flüssigkeit! Bei Temperaturen über 40 Grad bildet Zitronensäure Calciumcitrat, welches ganz schwer wieder zu entfernen ist.
  2. Ablagerungen in der Toilette lassen sich in Kombination mit Gebissreiniger-Tabs und heißem Wasser sehr gut beseitigen. Einfach die Mischung für einige Stunden (wenn möglich über Nacht) einwirken lassen.

Um sich das Großreinemachen zu erleichtern, sollten Sie regelmäßige Pausen einlegen. Vergessen Sie nicht zu essen und trinken Sie auch mal in Ruhe einen Kaffee. Als kleinen Motivationsschub können Sie auch abends auswärts essen gehen oder sich eine Kleinigkeit gönnen, dann haben Sie am Abend nicht nur eine saubere Wohnung, sondern auch was Schönes für sich.